Stolperstein oder Wegweiser

 

Manchmal geraten wir im Leben in Situationen, die uns herausfordern kreativ zu sein und Lösungen zu finden.

Zunächst erscheint eine solche Situation vielleicht aussichtslos und wir sind bedrückt darüber, dass „es“ nicht rund läuft. Wir fragen uns, warum uns gewisse Dinge widerfahren und das Leben uns mit diesen Herausforderungen konfrontiert. Für mich ist dies bereits der Moment, wo wir die Chance haben von einer niedergeschlagenen Haltung in eine Vertrauensvolle zu wechseln. Das Grübeln und die negativen Gedanken anhalten. Annehmen, was ist und was wir ohnehin meist nicht beeinflussen können. Loslassen, woran wir gerade noch festhalten. Vertrauen, dass nichts ohne Grund geschieht und jede schwierige Aufgabe, die das Leben uns stellt uns eigentlich die Möglichkeit bietet zu wachsen.

Ich sage mir dann „Stopp. Die Situation ist blöd, aber ich nehme jetzt alles so an, wie es ist. Es soll so sein. Ich werde eine Lösung finden. Ich lasse jetzt los und vertraue darauf, dass sich alles zum Guten hin wenden wird. “

Da ist dann plötzlich Raum für Entwicklung und Erkenntnis. Die Erkenntnis, dass wir schon viel zu lange an etwas festgehalten haben, nicht mehr offen waren für die Möglichkeiten, die da sonst noch sind und dann festzustellen, dass wir auf dem Weg hin zu einer Lösung des „Problems“ über uns hinaus gewachsen sind und uns entwickeln konnten.

Und dann gehen wir gestärkt und stolz aus entsprechenden Situationen hervor, mit erhobenem Haupt und einem Lächeln im Gesicht. Keine Spur mehr der Niedergeschlagenheit. Die negativen Gedanken, wie weggeblasen.

Was uns also zunächst, wie ein Stolperstein vorgekommen ist, entpuppt sich am Ende eher als eine Art Wegweiser. Ein Ansporn auch mal nach links zu schauen oder nach rechts auszuweichen. Offen zu werden für neue Wege, neue Möglichkeiten und dankbar zu sein, dass wir die Chance genutzt haben mal wieder etwas dazu zu lernen.

 

In deinen Schuhen

Deine ersten Schuhe waren wir heute kaufen. Für mich ein ganz bewegender und emotionaler Moment. Nicht nur, weil es etwas ganz besonderes ist, wenn ein Kind laufen lernt. Und nicht nur, weil es so niedlich ist, wie du zögernd einen Fuß vor den anderen setzt und dich dabei so sehr freust. Nein, es ist auch deswegen, weil es für uns Eltern ein erstes Loslassen bedeutet. Und für dich ein erstes „auf eigenen Beinen stehen“ und ein mit unsicheren Schritten einem autonomen Sein entgegen Gehen.

Ich begleite dich bei all deinen kleinen Schritten. Und bei den Großen. Sofern du mich lässt. Ich gebe dir Wurzeln. Du sollst dich sicher fühlen. Du sollst vertrauen. Darauf vertrauen, dass ich für dich da bin, immer. Darauf vertrauen, dass du einfach du sein darfst und geliebt wirst, egal was da ist. Und ich gebe dir Flügel. Damit du loslaufen kannst in dem Vertrauen, dass du immer wieder zu mir zurück kommen kannst. Zurück in deinen sicheren Hafen.