58 Tage mit dir

Das hier ist für meine lieben Freunde.

Ich bewundere euren Mut und eure Stärke und bin sehr dankbar an eurem Leben teilhaben zu dürfen.

An einem Tag im Februar.

Ein Engelskind wird geboren.

 Ihren Namen hat sie von ihrem Bauchpapa bekommen.

Ihre Baucheltern: Das sind die beiden Menschen, die ihr das Leben schenkten. Die ihr ein Zu Hause gaben. Für eine kurze Zeit, wenn auch das unsichtbare Band einer Mutter zu ihrem Kind auf emotionaler Ebene nicht genährt wurde. Die natürliche Bindung zwischen Mutter und Kind, die bereits in der Bauchzeit entsteht. Dieses Band können wir nicht vollumfänglich kappen. Niemals. Nicht während der Bauchzeit, nicht zu Lebzeiten und auch nicht darüber hinaus. So soll es sein. Aber wir können es nähren, damit es wachsen kann und damit es fester und belastbarer wird. Oder eben nicht. Die Baucheltern haben eine Entscheidung getroffen. Die Entscheidung das besondere Band zu ihrem Engelskind nicht bewusst zu nähren. Weder in der Bauchzeit, noch zu Lebzeiten. Sie haben ihr Engelskind weggegeben. Sie gaben ihr einen Namen und ein paar unausgesprochene Wünsche mit auf den Weg. Kein Brief, kein Bild, keine Erinnerung an etwas, das einst durch ein unsichtbares Band gehalten wurde. Dann gab es noch einige Anforderungen an die Familie und deren Lebensumstände, in der sie leben sollte. Ihr Kind war ihnen nicht egal. Ihr Lebensglück lag ihnen am Herzen. Weiterlesen…

Was uns verbindet

Morgen wird geheiratet. 

Es sind die vielen kleinen Glücksmomente, die uns verbinden. Das ineinander verliebt sein. Ob der Eine bereits weiß oder noch lange nicht ahnt, dass der Andere für ihn brennt. Der Moment in dem wir feststellen, dass da mehr ist und erste schwammige Vorstellungen darüber entstehen, was vielleicht daraus werden könnte. Schmetterlinge im Bauch, es kribbelt. Da ist ein Mensch, der zu uns gehört, mit dem wir uns verbunden fühlen, nah. Der erste Kuss mit dem Wissen, dass sich ab jetzt alles ändern wird. Erste vorsichtige Berührungen, leidenschaftliche Momente.

Hand in Hand, Arm in Arm, Schritt für Schritt miteinander gehen. Durchs Leben gehen. Entlang eines Flusses im Abendsonnenschein. Durch eine Menschenmenge – umgeben von Stimmen und Geräuschen und doch alleine – zu zweit.

Erlebnisse und Momente, die man am „anderen Ende der Welt“ miteinander geteilt hat, die man Niemandem in überschwänglichen Urlaubsberichten mitteilen kann, weil man das Erlebte nicht annähernd so schön beschreiben könnte, wie man es empfunden hat. Bunte Unterwasserwelt, zauberhafte Tempel, Sonnenuntergang am Strand. So hat jeder seine eigenen, ganz persönlichen Momente.

Unsere Kinder. Gemeinsam erleben, wie aus Liebe Leben wird. Unumstritten eines der größten Wunder auf dieser Erde. Leben entstehen und wachsen sehen, ein schiefes Lächeln aus einem strahlenden Kindergesicht.

Mancher Schatten, der sich über unser gemeinsames Leben wirft. Kummer, Sorgen, Ängste, Schicksalsschläge. Auch diese verbinden uns.

Innige Verbundenheit und Vertrautheit spüren – ein großartiges Geschenk, welches wir tagein, tagaus zu schätzen wissen sollten.